Die wichtigsten Indikationsimpfungen

Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO)

Quelle: Robert Koch-Institut, Epidemiologisches Bulletin Nr. 30, 30. Juli 2012

Impfung gegen Indikation, Risikogruppe
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis)
  • Personen, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten und in Kontakt mit Zecken kommen können
Hepatitis A
  • Personen mit einem Sexualverhalten mit hoher Infektionsgefährdung
  • Personen mit häufiger Übertragung von Blutbestandteilen, z. B. Hämophile, oder mit Krankheiten der Leber/mit Leberbeteiligung
  • Bewohner von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen
Hepatitis B
  • Patienten mit chronischer Nieren- oder Leberkrankheit
  • HIV-Positive
  • Drogenabhängige
  • Bewohner von psychiatrischen Einrichtungen oder vergleichbaren Fürsorgeeinrichtungen
Influenza
  • Schwangere ab dem 2. Schwangerschaftsdrittel
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenkrankheiten
  • Patienten mit Diabetes
  • Patienten mit neurologischen Krankheiten
  • Personen mit angeborenen und erworbenen Immundefekten
  • HIV-Infizierte
  • Bewohner von Alten- und Pflegeheimen
Pertussis (Keuchhusten)

Sofern in den letzten 10 Jahren keine Auffrischimpfung stattgefunden hat, gilt die Empfehlung für:

  • Frauen im gebärfähigen Alter
  • enge Kontaktpersonen von Säuglingen
Pneumokokkenkrankheiten
  • Personen mit angeborenen und erworbenen Immundefekten, z. B. Krankheiten der blutbildenden Organe, HIV-Infektion, funktionelle und anatomische Asplenie, Sichelzellenanämie, nach Knochenmarktransplantation, vor Organtransplantation und vor Beginn einer immunsuppressiven Therapie
  • Patienten mit chronischen Herz-Kreislauf-Krankheiten
  • Patienten mit chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane
  • Patienten mit Diabetes mellitus oder anderen Stoffwechselkrankheiten
  • Patienten mit chronischen Nierenkrankheiten
  • Patienten mit neurologischen Krankheiten
  • Patienten mit Liquorfistel
Varizellen
  • Seronegative Frauen mit Kinderwunsch
  • Seronegative Patienten vor geplanter immunsuppressiver Therapie oder Organtransplantation
  • Empfängliche Patienten mit schwerer Neurodermitis

Tritt plötzlich eine Infektionserkrankung vermehrt auf, so wie dies kürzlich bei der Masernwelle der Fall war, gibt es mitunter erweiterte Impfempfehlungen. Zum Eigenschutz, aber auch, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern, sollten sich alle mit unklarem Impfstatus oder fehlendem Impfschutz gegen die Erkrankung impfen lassen.

BGV Info Gesundheit e.V. • Heilsbachstr. 32 • 53123 Bonn • E-Mail: info(at)bgv-info-gesundheit.de

Kontakt Sitemap Impressum