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Bei Grippeimpfung auch an Schutz vor Lungenentzündung denken

Bonn, 07.11.19 Senioren über sechzig und Personen mit geschwächtem Immunsystem sollten die jährliche Grippeimpfung in Anspruch nehmen. Bei der Gelegenheit sollten sie auch ihren Impfschutz gegen Pneumokokken überprüfen und gegebenenfalls auffrischen lassen.

Jedes Jahr im Herbst rufen Ärzte, Behörden und auch Arbeitgeber zur Grippeimpfung auf. Nicht für jeden ist eine Infektion mit dem Grippevirus lebensgefährlich. Dennoch handelt es sich bei der Influenza, also der echten Grippe, um eine ernstzunehmende Erkrankung. Chronisch kranke Menschen sowie Ältere ab 60 Jahren tragen ein besonders hohes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf, der mit einer Entzündung der Lunge oder des Herzmuskels einhergehen kann. Stark geschwächte Patienten können daran versterben. Besonders groß ist die Gefahr, wenn sich die Erkrankten zusätzlich mit Pneumokokken infizieren – den Erregern der bakteriellen Lungenentzündung (Pneumonie). Eine Impfung kann das verhindern. Im Gegensatz zur Grippeimpfung ist die Immunisierung gegen Pneumokokken nicht jedes Jahr notwendig. Am besten ist es, den Impfausweis zur Grippeimpfung mitzunehmen. Bei Bedarf kann der Arzt die Pneumokokkenimpfung gleich mit verabreichen.

Tröpfcheninfektion vorbeugen: Abstand, Händewaschen, Impfen

Pneumokokken werden genauso wie Grippeviren durch Tröpfcheninfektion übertragen, etwa beim Niesen oder Husten. Um sich vor Ansteckung zu schützen, ist es wichtig, den engen Kontakt mit Erkrankten zu meiden und sich häufig die Hände zu waschen. Vor und nach dem Besuch von Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Arztpraxen sollte jeder die Möglichkeit zur Händedesinfektion nutzen. Diese Maßnahmen gelten für jeden; den Impfschutz für Menschen mit geschwächtem Immunsystem ersetzen sie aber nicht.

Informationen in Broschüre und Internet

Weitere Informationen zum Impfen bietet die neue Broschüre „IMPFSCHUTZ - Empfehlungen für Personen mit geschwächtem Immunsystem“, die der Bundesverband für Gesundheitsinformation und Verbraucherschutz e.V. mit finanzieller Unterstützung der Pfizer Deutschland GmbH erstellt hat. Der Schwerpunkt des Ratgebers liegt auf den so genannten Indikationsimpfungen, die bestimmten Personengruppen zusätzlich zu den Standardimpfungen empfohlen werden. Das betrifft zum Beispiel ältere Menschen, Personen, die Medikamente zur Immunsuppression einnehmen sowie Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, Rheuma, Nerven- und Organerkrankungen oder Krebs. Angesprochen werden aber auch Frauen mit Kinderwunsch und Schwangere. Die Broschüre kann kostenfrei über das Internet oder postalisch angefordert werden. Außerdem gibt es die Möglichkeit zum kostenlosen Download. Bestelladresse: BGV e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn,
www.bgv-impfen.de.